Die richtige Ernährung bei PCOS

Die richtige Ernährung bei PCOS - Gemüse, Gemüse, Gemüse

Die richtige Ernährung bei PCOS

Deine Ernährung und dein Lifestyle haben mehr Einfluss auf die PCOS-Symptome und deine Gesundheit als jedes Medikament, das dir ein Arzt verschreiben kann.
Gesunde Ernährung - Wahnsinnig wichtig bei PCOS

​Das ist einerseits natürlich ein großes Glück, andererseits aber auch eine große Verantwortung.
Es wäre herrlich, wenn es die eine perfekte Pille gäbe, die uns nebenwirkungsfrei innerhalb von einer Woche heilen könnte. Doch diese Pille gibt es nicht und wird es wohl auch nie geben.

Das PCO-Syndrom ist nicht heilbar, aber eine bewusste Ernährung gibt uns sehr viel Macht über alles, was mit dieser Krankheit einhergeht.

Man muss sich allerdings darüber im Klaren sein, dass es sich um eine dauerhafte Ernährungsumstellung handelt. Andernfalls sind auch die Verbesserungen, die sich zweifelsfrei einstellen werden, nicht von Dauer.

Gibt es allgemein gültige Ernährungsempfehlungen für alle Frauen mit PCOS?

PCOS ist leider eine Krankheit mit vielen Facetten und Symptomen unterschiedlichster Ausprägung. Das macht eine Behandlung natürlich nicht unbedingt einfacher, denn ein Patentrezept, das alle Probleme abdeckt, gibt es nicht.
Auch wenn es für dich komisch klingen mag: falls du Übergewicht hast und eine Insulinresistenz festgestellt wurde, ist es für dich erheblich einfacher, gegen das PCO-Syndrom vorzugehen, als wenn du untergewichtig bist und keine Insulinresistenz hast. Dies ist sowieso eher die Ausnahme.

Ernährung bei Übergewicht und/oder Insulinresistenz

Wenn du Probleme mit deinem Gewicht hast, ist auch eine Insulinresistenz relativ wahrscheinlich. Dies kann dein Arzt durch einen Glukosetoleranztest feststellen.

50-70% der Frauen mit PCOS haben eine Insulinresistenz

Diese Stoffwechselstörung  sorgt dafür, dass deine Symptome bestehen bleiben oder sich verschlechtern. Und die das Risiko stark erhöht, im Lauf der Zeit Diabetes oder eine Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu bekommen. Vielleicht hast du in diesem Zusammenhang auch schon einmal etwas vom Metabolischen Syndrom gehört oder gelesen. 

In diesem Fall ist es relativ leicht, größere Veränderungen herbeizuführen. Wenn du dich an die Empfehlungen hältst, wirst du in absehbarer Zeit gut abnehmen, deinen Zyklus regulieren und Hautprobleme in den Griff bekommen. Außerdem senkst du natürlich das Risiko, später einmal an den oben genannten Krankheiten zu leiden. 

Die Ernährungsrichtlinien weiter unten auf der Seite sind in deinem Fall sehr wirksam
PCOS - Ernährung bei Übergewicht

Doch was ist, wenn du keine Insulinresistenz und kein Übergewicht hast?

Größtenteils gelten die Ernährungsrichtlinien auch für dich. Denn auch dein Hormonhaushalt ist wahrscheinlich gestört und auch du hast stille Entzündungen.

Deswegen empfiehlt sich der Verzicht auf Gluten und die Bevorzugung von basisch verstoffwechselten Lebensmitteln (Gemüse, Obst, Nüsse, Samen). Was Zucker, raffiniertes Getreide, Milchprodukte und andere stark verarbeitete Nahrung angeht, solltest auch du wegen der entzündungsfördernden Eigenschaften darauf verzichten! Du kannst aber auf jeden Fall etwas mehr Obst essen. Außerdem mehr hochwertige kohlenhydratreiche Lebensmittel wie z.B. Kartoffeln, Naturreis, Quinoa, Vollkornprodukte oder Hülsenfrüchte. 

Ich selber bin nicht mehr übergewichtig und habe auch keine Insulinresistenz mehr. Trotzdem ernähre ich mich so, wie zu dem Zeitpunkt, als ich noch davon betroffen war. Wenn ich z.B. Vollkornbrot esse, sehe ich in der Regel am nächsten Tag die ersten Hautunreinheiten. Bei dir muss das nicht so sein. Beobachte deinen Körper und reagiere entsprechend. 


Die Ziele einer PCOS-freundlichen Ernährung

PCO-Syndrom - Was du tun kannst

Bekomme deine Insulinresistenz in den Griff

​Wenn bei dir eine Insulinresistenz festgestellt wurde, wird dies für dich die wichtigste Aufgabe überhaupt sein​! Denn die übermäßige Insulinproduktion ist die Ursache für viele deiner Probleme. Teilweise sind sie als typische PCOS-Symptome jetzt schon präsent (Übergewicht, Zyklusstörungen) teilweise stellen sie sich erst als mögliche Spätfolgen ein (Diabetes).
Hier gibt es mehr Infos zum Thema Insulinresistenz

PCO-Syndrom - Was du tun kannst

Be​kämpfe ​stille
 Entzündungen

Unerkannte chronische Entzündungen ("Silent Inflammation") schaden dir und deinen Zellen, was z.B. zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen kann. Auch deine Zyklen werden durch die stillen Entzündungen gestört. Nach neuesten Erkenntnissen haben praktisch alle Frauen mit PCO-Syndrom niedriggradige Entzündungen. Durch den regelmäßgen Verzehr entzündungshemmender Lebensmittel und dem Verzicht auf ​Entzündungsförderndes kannst du aktiv etwas gegen diese gefährlichen Entzündungsherde tun.

Hier gibt es mehr Infos zum Thema

stille Entzündungen

PCO-Syndrom - Nimm Nahrungsergänzungsmittel

​​Stabilisiere deinen Hormonhaushalt

Stelle das hormonelle Gleichgewicht wieder her, um die typischen PCOS-Symptome wie Akne und Haarausfall zu mildern und deinen Zyklus zu stabilisieren.
Zu viel männliche Hormone ​​in deinem Körper sind der Grund für Unfruchtbarkeit und deine Probleme mit Haut und Haar.

​​Umdenken ist angesagt!

Die meisten Dinge, die in einem normalen ​Supermarkt verkauft werden, sind für unseren Körper ​eine Belastung. Erhitzte, ​stark verarbeitete, ​denaturiertes ​Lebensmittel, mit de​nen er wenig anfangen kann und d​ie ihn im Lauf der Zeit krank m​achen.

Ganz besonders gilt das für uns Frauen mit PCOS!

Natürlich ist es praktisch und zeitsparend, sich aus den vollen Regalen zu bedienen. Die meisten Sachen sind schon verzehrfertig oder zumindest soweit vorbereitet, dass man das Essen nach sehr kurzer Zeit auf dem Teller liegen hat.

Ernährung bei PCO-Syndrom: koche frisch!

​​Du solltest niemals folgendes vergessen:

Jeder Bissen, den du zu dir nimmst, hat einen Einfluss auf deinen Körper - im Guten wie im Schlechten.

Im Hinblick auf deine Ernährung ist Sensibilisierung und Umdenken angesagt, wenn du das PCO-Syndrom unter Kontrolle bekommen möchtest.

Gemüse ist dein Star in der Küche!

Nicht alle pflanzlichen Lebensmittel sind automatisch PCOS-freundlich.
Die industriell verarbeitete Sojawurst mit dem hohen Salzgehalt und der langen Liste an Zusatzstoffen ist es genauso wenig wie das Baguette aus raffiniertem Weizenmehl oder der Teller Bratkartoffeln.

Neben gesunden Fetten, unter anderem aus Nüssen und Samen, sollte frisches, stärkearmes Gemüse und Obst mit wenig Fructose den größten Teil deiner Ernährung ausmachen. Gemüse kannst du praktisch unbegrenzt essen.

Ergänzen kannst du dein Gemüse beispielsweise durch Hülsenfrüchte, Hirse, Pseudogetreide, Vollkornreis oder qualitativ hochwertiges Fleisch.

​Von einer Now-Carb-Ernährung rate ich absolut ab. Wir brauchen hochwertige Kohlenhydrate. Was wir nicht brauchen, sind Kohlenhydrate der schlechten Art, also beispielsweise raffinierten Zucker und Mehl oder polierten Reis. Wenn du allerdings stark übergewichtig bist, ist Low-Carb ein recht effektiver Weg, abzunehmen. Aber auch dann gilt: Hochwertige Kohlenhydrate (Hülsenfrüchte und Pseudogetreide) kannst du in Maßen essen.

​Und was ist mit ​Fleisch?

​Wenn du Fleisch isst, wähle möglichst unverarbeitete Produkte, die du dir selbst zubereitest.
Brate dir beispielsweise ein wenig Hühnerbrust an, anstatt Wurst zu essen.
Am besten wäre es zudem, wenn du ​Fleisch von ​freilaufenden Tieren kaufen könntest. Denn dieses besitzt ​ein viel günstigeres Omega-3 zu Omega-6-Verhältnis, als Fleisch von Tieren, die mit Getreide gefüttert wurden. Zuviel Omega-6-Fettsäuren heizen deine stillen Entzündungen an, die wiederum für eine Vielzahl an Problemen verantwortlich sind.
Wenn du nur wenig Geld zur Verfügung hast, dann ​kaufe dir einmal in der Woche hochwertiges Fleisch und mache deine Mahlzeiten zu etwas Besonderem.
Niemand braucht täglich Fleisch!

​Generell rate ich dazu, den Konsum tierischer Produkte einzuschränken.
Ernährung bei PCOS

​Einige grundsätzliche Regeln für eine PCOS-freundliche Ernährung

  • Iss möglichst oft unverarbeitete Lebensmittel (rohes Gemüse, Salat, selbst gemachte grüne Smoothies, Obst, Nüsse etc.), denn diese werden in der Regel basisch verstoffwechselt und wirken entzündungshemmend.
  • Vermeide Frittiertes und stark Erhitztes.
  • Bevorzuge Lebensmittel mit ​niedriger glykämischer Last, vor allem, wenn du abnehmen möchtest und/oder du eine Insulinresistenz hast. 
  • Mach einen großen Bogen um alle Fertigprodukte. ​

Iss ​vor allem....

Paprika - Die richtige Ernährung bei PCOS

​Gemüse

Der Schwerpunkt sollte auf nicht-stärkehaltigem Gemüse liegen - also z.B. auf grünem Blattgemüse, Karotten, Pilzen, Gurken, Paprika. Davon kannst du unbegrenzt essen, ohne dir Gedanken machen zu müssen. Kartoffeln als Ergänzung sind trotz der relativ vielen Kohlenhydrate durchaus OK, sollten aber nicht den Hauptbestandteil deiner Mahlzeit ausmachen.

Auf reine Kartoffelgerichte als Hauptmahlzeit (Bratkaroffeln, Kartoffelauflauf etc.) solltest du ​verzichten.

Kokosnuss - Ernährung bei PCO-Syndrom

​Nüsse und Samen

Lecker und gesund ist ein Pudding aus Mandelmilch und Chiasamen. Auch mit anderen Flüssigkeiten lässt sich ein Chiapudding einfach zubereiten. Ebenso empfehlenswert ist Leinsamen. Er enthält in etwa die gleichen guten Inhaltsstoffe wie Chiasamen. Als Snack zwischendurch eignen sich Nüsse sehr gut, denn sie sättigen hervorragend. Auch Kokosprodukte sind eine tolle Egänzung und vielseitig einsetzbar. Ich mache mir z.B. gerne eine Low-Carb-Eiscreme aus Kokosmilch und Schokosplittern oder Kakaonibs. 

Birnen - Ernährung beim PCO-Syndrom

Obst

Iss überwiegend Obst und Früchte mit niedrigem oder mittleren Zuckergehalt. Am besten geeignet bei PCOS sind Beeren. Iss keine Trochenfrüchten, denn sie enthalten neben den vielen Nährstoffen auch Fruchtzucker in konzentrierter Form!

Bedenke bitte folgendes:

Wenn du eine Insulinresistenz hast, solltest du den Fructose-Gehalt deiner Nahrung stark reduzieren.  In diesem Fall reichen drei Portionen Obst (ca. 3 Hände) pro Tag aus. 

Olivenöl - Ernährung beim PCO-Syndrom

​Gesunde Fette

Achte darauf, für Salate und Rohkost nur hochwertige kaltgepresste Öle mit hohem Omega-3-Anteil zu verwenden (Lein- oder Olivenöl). Zum Anbraten und Backen eignen sich Kokosöl oder Ghee. Beide Fette können hoch erhitzt werden​, ohne dass sich schädliche Transfette ​bilden.

Ghee ist grundsätzlich empfehlenswerter als Kokosöl​.

Benutze ​zum Braten niemals kaltgepresste Öle mit hohem Anteil an ungesättigten Fettsäuren!

​Iss in Maßen.....

quinoa

Pseudogetreide & Hirse

Hirse und die Pseudogetreidearten Quinoa, Amaranth und Buchweizen sind ​in allen Belangen poliertem Reis und Nudeln haushoch überlegen.
Sie sind ​glutenfrei und nährstoffreich.

Wenn du dich noch in der Anfangsphase befindest und dich wegen deines Gewichts vorrangig Low Carb ernähren möchtest, solltest du nicht zu viel davon essen. 

Ernährung bei PCOS

​​Hülsenfrüchte

Hülsenfrüchte enthalten relativ viele Kohlenhydrate.
Da es sich jedoch um langkettige Kohlenhyrate handelt, sind Erbsen, Linsen, Kichererbsen und Bohnen trotzdem zu empfehlen. Wenn du mal wieder Lust auf Nudeln hast: teste doch einmal Spirelli & Co aus Hülsenfrüchten.


Eier - Ernährung bei PCOS

Eier

Lange hatten Eier einen schlechten Ruf. Sie beeinflussen den Cholesterinspiegel aber weitaus weniger, als gemeinhin angenommen. Eier sind sättigend und enthalten viele gute Nährstoffe, gehören allerdings aufgrund der Arachidonsäure

zu den Lebensmitteln, die Entzündungen fördern​. ​

​In Maßen sind Eier jedoch völlig OK. Wenn du am Anfang stehst​, solltest du allerdings nicht mehr als 1-2 Eier pro Woche essen oder vorerst ganz darauf verzichten.

Fische - Ernährung bei PCOS

​Fisch

​​Grundsätzlich ist Fisch eine sehr gute Sache und weitaus empfehlenswerter als Fleisch.​ Aufgrund der reichlich vorhandenen Omega-3-Fettsäuren hilft dir der Verzehr bei der Reduzierung von Entzündungen.​ ​Mittlerweile sind jedoch ​fast alle Fische stark belastet​. 

Verzichte auf jeden Fall auf panierten und industriell verarbeiteten Fisch (Fischstäbchen etc.) und bevorzuge Sorten mit niedriger Quecksilberbelastung (z.B. Lachs oder Sardellen). ​​Streiche deshalb Thunfisch und Aal komplett von deiner Einkaufsliste.

​Wildlachs ist aufgrund des enormen Anteils an Omega-3-Fettsäuren sehr wirksam gegen stille Entzündungen und kann mehrmals wöchentlich verzehrt werden.

Fleisch - Ernährung bei PCOS

​Fleisch

Wenn du auf Fleisch verzichten kannst, dann würde ich dazu raten. ​

Andernfalls kannst du es 1-2 mal in der Woche in deine Ernährung aufnehmen.

Kaufe nach Möglichkeit Bio-Fleisch bzw. Fleisch von frei laufenden Tieren​. Dieses Fleisch ist natürlich teurer, aber auch weniger belastet und hat ein günstigeres Fettsäureverhältnis . ​​Rotes Fleisch und Wurstwaren sollten generell nur sehr selten oder gar nicht verzehrt werden. Sie wurden von der WHO als krebserregend eingestuft. ​
Alle Fleischsorten sind entzündungsfördernd, doch auf Schweinefleisch trifft dies besonders zu!

Bio-Geflügel ist ingesamt wohl die beste Wahl.

Absolut keine Alternative zu Fleisch sind die überall angebotenen Fleischersatzprodukte, z.B. stark verarbeitete Sojawürste oder Nuggets aus Weizeneiweiß!

Vollkorn

Vollkornprodukte

Vollkornprodukte enthalten mehr Nährstoffe, machen länger satt und lassen deinen Blutzuckerspiegel langsamer ansteigen als die raffinierte und stark verarbeitete Variante.

Sind Nudeln und Backwaren aus Vollkorn deswegen uneingeschränkt empfehlenswert?
Leider nein. Vollkornprodukte (außer Vollkornreis) enthalten Gluten, das du wegen der Entzündungen meiden solltest. 

Wenn du übergewichtig bist und dich möglichst Low Carb ernähren möchtest, sind auch Vollkornprodukte nicht wirklich geeignet. 

Mein Tipp in diesem Fall: besser nur selten essen. Das Problem ist auch, dass es meist nicht bei dem einen Scheibchen Vollkornbrot bleibt. 

Am besten nie.....

Miclh - Ernährung bei PCOS

​Milch und Milchprodukte

​Kuhmilch ist dafür gedacht, ein kleines Kalb in kürzester Zeit wachsen zu lassen. Kuhmilch enthält deshalb eine enorme Menge an Wachstumshormonen, die unser sowieso schon gestörtes hormonelles Gleichgewicht weiter destabilisieren. Auch zur Eindämmung der Entzündungsherde empfiehlt sich der Verzicht auf Milch.

Alternativen

Die richtige Ernährung in bei PCOS

Selbst gemachte Mandel- oder Cashewmilch ist eine Köstlichkeit! Gerade Cashews sind sehr vielseitig einsetzbar und müssen kaum eingeweicht werden. Wenn es schnell gehen soll, kannst du natürlich auch zu fertigen Pflanzendrinks aus dem Bioladen greifen. Diese wurden allerdings erhitzt und enthalten deswegen weniger Nährstoffe. Auch der Geschmack kommt nicht an die selbst gemachte Variante heran. Mittlerweile in jedem großen Supermarkt erhältlich ist "Simply", ​Käse auf Mandelbasis, der mit sehr wenig Zutaten auskommt. Lecker!
Zum Kochen und Braten kannst du auf hochwertiges Ghee zurückgreifen. Ghee wird aus Butter gewonnen und findet vor allem in der ​Ayurveda-Küche Verwendung. Es ist bei PCOS ​empfehlenswert und weitaus ​gesünder und besser verträglich als normale Butter.

Ernährung bei PCOS

Zucker und Süßigkeiten

​Verbanne Haushaltszucker, Rohrzucker und vermeintlich gesündere Alternativen wie die Fructosebombe Agavendicksaft konzequent aus deiner Küche!

Kaum etwas anderes ist so schädlich für uns! 

Das gleiche gilt natürlich auch für Süßigkeiten, Bonbons, Kuchen etc.

Alternativen

Die richtige Ernährung in bei PCOS

Brauchbare Alternativen sind Erythrit und Xylit (Birkenzucker), die allerdings abführend wirken können, wenn du zu viel davon isst. Teste einfach, welche Menge für dich in Ordnung ist. Falls du Hunde oder Katzen hast, solltest du sehr gut aufpassen, dass deine Vierbeiner nichts davon abbekommen.
Schon relativ kleine Mengen sind tödlich! Ab und zu benutze ich auch Kokosblütenzucker, der nur schonend verarbeitet wird und einen niedrigeren glykämischen Index als Haushaltszucker aufweist.
Erythrit und Xylit sind mittlerweile sogar bei dm erhältlich.
Ansonsten kannst du dich natürlich über das Internet versorgen.
https://www.xucker.de/

Ernährung bei PCOS - Sind Nudeln erlaubt?

​Nudeln

Die typische italiensche Pasta enthält sowohl Gluten als auch eine Menge Kohlenhydrate und sollte deswegen durch PCOS-freundlichere Alternativen ersetzt werden.

Alternativen

Die richtige Ernährung in bei PCOS

Nudeln aus Linsen oder Kichererbsen gibt es mittlerweile fast überall. ​Geschmacklich sind sie der normalen Pasta ​relativ ähnlich. Eine bedenkenlos verzehrbare Alternative sind Konjak-Nudeln. Sie haben praktisch keine Kohlenhydrate und kaum Kalorien. Allerdings solltest du sie sehr gut abspülen (Bäh - Fischgeruch!) und dir eine kräftige, sämige Soße dazu machen, denn die Nudeln selbst sind nach dem erfolgreichen Spülvorgang geschmacklos. Diese Nudeln sind nicht jedermanns Sache​. Ich ​esse sie manchmal, wenn ich ein blitzschnelles Essen brauche. Abspülen, mit einem Bärlauchpesto mischen - fertig.

Die gesündeste Alternative sind Zucchininudeln, die du dir mit einem Spiralschneider auf unkomplizierte Weise selbst machen kannst. Mische sie einfach mit einer heißen Soße oder erwärme sie kurz, dann bleiben die wertvollen Vitamine erhalten.

Reis - Gut bei PCOS?

​​Weißer Reis

​Polierter, weißer Reis enthält zwar kein Gluten, ​hat dafür aber genau wie Pasta ​einen hohen glykämischen Index.​ D.h. dein Blutzuckerspiegel steigt zu schnell an.

Durch das Entfernen der Samenschale gehen zudem Vitamine, Ballast- und Mineralstoffe verloren.

Alternativen

Die richtige Ernährung in bei PCOS

​Reis aus der Konjakwurzel hat praktisch keine Kalorien und Kohlenhydrate​. Auch hier gilt wieder das gleich wie bei der Konjaknudeln: eine gute Soße ist ein Muss!

​Hier kannst du den Reis kaufen

Du kannst dir natürlich auch Natur- bzw. Vollkornreis kochen. Ich finde ihn geschmacklich mittlerweile viel besser als den faden weißen Reis. Außerdem enthält er mehr Nähr- und Ballaststoffe. Durch die langkettigen Kohlenhydrate steigt dein Blutzuckerspiegel langsamer an - gut bei Insulinresistenz. 

Backwaren aus Mehl - Bei PCOS besser verzichten?

​​Backwaren aus Mehl

​Meide Backwaren aus Auszugsmehl (also z.B. dem "normalen" Weizenmehl), denn sie treiben deinen Blutzuckerspiegel noch rasanter in die Höhe als Haushaltszucker. Zudem enthalten sie Gluten, befeuern also niedriggradige Entzündungen. Stark verarbeitete Mehle sind außerdem nährstoffarm.

Alternativen

Die richtige Ernährung in bei PCOS

Pikante Leinsamencracker kannst du gut in größerer Menge herstellen und aufbewahren. Am besten in Rohkostqualität im Dörrautomat. Mein momentaner Favorit ist jedoch ein mehl- und glutenfreies Brot aus Haferflocken und Samen (z.B. das norwegische Wunderbrot, das du als Backmischung im Bioladen kaufen kannst). Es ist PCOS-tauglich, total easy zu backen und hat nur sensationelle 17gr Kohlenhydrate pro 100gr!

Hier findest du das Rezept zum Nachbacken

Bereite dein Essen zu 100% selbst zu!

Liebe dein gesundes Essen!

Verwende echte, unbehandelte Lebensmittel, die den Namen wirklich verdienen. Wenn du es dir leisten kannst, natürlich in Bio-Qualität. Entscheide selbst, aus was deine Nahrung bestehen soll und nicht der Produktentwickler irgendeines Konzerns, für den nur die Haltbarkeit, der massentaugliche Geschmack und der niedrige Preis von Interesse sind.

Liebe dein gesundes Essen! Genieße es, zelebriere es, mach dir bewusst, was dein Körper für dich ist - nämlich das Wertvollste, das du besitzt!

Ich finde es immer wieder erstaunlich, dass so viele Menschen ihren eigenen Körper schlechter behandeln als ihr Auto. Stell dir vor, du würdest permanent verunreinigtes Benzin in den Tank schütten. Wäre es ein Wunder, wenn dein Auto irgendwann nicht mehr funktionieren würde?

Programmiere dich neu!

Wir alle sind geprägt von Essgewohnheiten, die uns unsere Eltern, Freunde und die Medien vermittelt haben. Gewohnheiten, die sich über Jahre und Jahrzehnte hinweg in unserem Gehirn festsetzen konnten. Sich davon loszumachen ist keine leichte Aufgabe und erfordert einen starken Willen.

Am Anfang wird es dir vielleicht schwer fallen, neue Verhaltensmuster und Essgewohnheiten in dein Leben zu integrieren. Das ist normal, denn der Mensch ist ein Gewohnheitstier, das sich am liebsten in ausgetretenen Pfaden fortbewegt.

Freue dich ​auf dein neues Leben, dein ​tolles Körpergefühl und die Veränderungen, die dir eine ganz neue Lebensqualität bescheren werden. Glaub mir: du wirst dich fantastisch fühlen!

Mache dir folgendes bewusst: wenn du weiterhin alles so machst wie bisher, wird sich in deinem Leben auch absolut nichts ändern. 

Ohne ein Verlassen deiner Komfortzone kannst du keine Veränderung erreichen.

Aber: wenn ein ehemaliger Mezzo-Mix-Junkie es geschafft hat, die eigene Ernährung komplett umzustellen, wirst du es auch schaffen!

Neues Essverhalten antrainieren - Hilfe bei PCOS
Iss einen Apfel - so geht gesunde Ernährung bei PCOS

Und was ist unterwegs? Im Büro? In der Uni?

Wenn du wenig Zeit hast und Essen für unterwegs brauchst, dann snacke ein paar Nüsse, frisches Obst, Gurkensticks, ein gekochtes Ei oder einen am Vorabend angerührten Chia-Pudding.

Bitte deine Kollegin, die dir immer diese leckeren Schokoladenkekse auf den Schreibtisch legt, dich aktiv in deinem Vorhaben zu unterstützen. Sei selbstbewusst und bestimmt, dann machst du deutlich, dass du die Sache durchziehst und es sich nicht um eine kurzfristige Diät handelt.

Ganz wichtig: lass dich nicht als armer Tropf abstempeln, der nun auf alles verzichten muss. Diese Mitleidstour nervt unglaublich.
Du bist kein armer, bemitleidenswerter Mensch! Es gibt eine Menge toller Rezepte, die nicht nur gesund sind, sondern auch lecker.
Frag dich und auch die anderen, ob du wirklich dafür bemitleidet werden solltest, wenn du  gesund leben möchtest.

Lass dich niemals von anderen Menschen negativ beeinflussen

Ein wichtiger Punkt ist der Einfluss, den die Personen in deinem unmittelbaren Umfeld auf dich haben. Es wird nicht umsonst gesagt, dass du das Produkt der fünf Menschen bist, die sich hauptsächlich in deiner Nähe aufhalten.

Lass dir von niemandem vorschreiben, was du essen sollst, auch nicht von deinem Lebensgefährten oder anderen Menschen, die dir nahe stehen.

Informiere dich und gehe dann unbeirrt deinen Weg, auch wenn du dich zuerst einmal alleine fühlst oder Widerstände spürst.

Denn DU bist es, der PCOS hat und damit klarkommen muss, nicht dein Partner, der sich darüber aufregt, dass es schon wieder Naturreis mit Gemüse statt Pommes und Schnitzel gibt! Auch Männer können sich selbst ein Schnitzel in die Pfanne werfen, wenn es darauf ankommt.

Wenn Menschen dich wirklich lieben, werden sie verstehen, dass du deine Ernährung ändern musst, um langfristig mit dem PCO-Syndrom klarzukommen. 

Erkläre Ihnen die Wichtigkeit deiner Ernährungsumstellung und bitte sie um Unterstützung.

Du brauchst manchmal ein dickes Fell. Wer etwas anders macht, als das Umfeld (also z.B. auf Zucker und Weizenmehl verzichtet), sorgt für Irritationen. Oft ist es so, dass du andere Menschen mit deinem Essverhalten daran erinnerst, dass auch sie sich eigentlich gesünder ernähren wollten, es aber offensichtlich nicht schaffen. 

Obwohl ich schon seit längerer Zeit meine Ernährung umgestellt habe, muss ich mir trotzdem immer und immer wieder die gleichen Kommentare anhören. "Oh wie schade, dass du diesen leckeren Kuchen nicht essen darfst". Darauf antworte ich meist "Wieso darf ich nicht? Natürlich darf ich. Aber ich will nicht!"