Über mich

Hi, ich bin Christina Wald

Christina Wald

Als ich vor einigen Jahren die Diagnose PCOS gestellt bekam, war ich einerseits geschockt, andererseits in gewisser Weise erleichtert, wusste ich doch nun, mit was ich es zu tun hatte.

Dem vorausgegangen waren Jahre der Depression, Unsicherheit und Verzweiflung. Ich hatte immer gespürt, dass etwas mit mir nicht stimmte, ohne genau sagen zu können, was es war. Wenn ich mit anderen darüber sprechen wollte, hieß es immer, es sei doch alles in Ordnung mit mir. Doch ich fühlte mich seltsam fehl am Platze – in meinem Körper, meinem Leben, meinem Umfeld.

Vor allem meine ausgeprägte Akne, das Übergewicht und die ausbleibende Periode belasteten mich schwer.

Nachdem ich selbst bei meinem Arzt den Verdacht geäußert hatte, am PCO-Syndrom erkrankt zu sein, wurde ein Ultraschall gemacht, der meine Vermutung bestätigte. In meinen Eierstöcken befand sich eine große Anzahl an Zysten.

Als Lösung wurde mir die Einnahme der Pille vorgeschlagen, was ich sofort ablehnte, da ich zehn Jahre zuvor schon massive Probleme mit der Pille gehabt hatte.

Da ich auch unter Insulinresistenz litt, wurde mir schließlich Metformin verschrieben. Metformin ist ein Medikament für Diabetiker, das zwar in Deutschland offiziell für die Behandlung von PCOS nicht zugelassen ist, jedoch zum Einsatz kommen kann, wenn eine Insulinresistenz vorliegt.

Doch etwas in mir sträubte sich gegen die Einnahme. Ich fühlte mich unwohl damit, setzte das Medikament nach ca. 6 Wochen selbständig ab und machte mich auf die Suche nach anderen Lösungswegen.

Die Ernährung als Dreh- und Angelpunkt

Immer mehr wurde mir klar, dass meine Art der Ernährung der maßgebliche Auslöser für meine Akne, die unregelmäßigen Zyklen und die damit verbundene Unfruchtbarkeit war.

Tatsächlich verspürte ich keinen ausgeprägten Kinderwunsch, das unterschied mich sicherlich von einer Vielzahl an Frauen und war sicher auch der Grund dafür, dass PCOS erst mit Mitte 30 bei mir diagnostiziert wurde.

Doch trotzdem war ich unglücklich. Neben den verhassten PCOS-Symptomen, die mein Leben massiv negativ beeinflussten, gab es ja auch Langzeitfolgen, von denen ich lange nichts geahnt hatte.

Die anfängliche Verzweiflung angesichts der Tatsache, zu allem Überfluss auch noch besonders anfällig für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Gebärmutterkrebs zu sein, verwandelte sich in ein trotziges “Mit-mir-nicht”!

Ich war an einem Punkt angelangt, der es nicht mehr zuließ, so weiterzumachen wie bisher. Andernfalls wäre ich daran kaputt gegangen. Ich musste etwas ändern! Endlich war ich bereit für eine radikale und umfassende Neuorientierung – nach all den Jahren des “Kopf-in-den-Sand-steckens”.

Je mehr ich mich mit gesunder Ernährung und deren Auswirkungen auf das PCO-Syndrom beschäftigte, desto sicherer wusste ich, das ich diese Krankheit auch ohne die Einnahme von Medikamenten in den Griff bekommen konnte.

Tatsächlich dachte ich plötzlich sogar über eine Schwangerschaft nach, trotz bis dahin fehlender Eisprünge. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt schon über 10 Jahre nicht mehr verhütet.

 

Die Veränderung beginnt

Ich achtete konsequent darauf, möglichst kohlenhydratarme und glutenfreie Lebensmittel zu verwenden. Raffinierten Zucker, stark verarbeitete Mehle und Fertigprodukte strich ich komplett aus meinem Ernährungsplan. Ebenso Milchprodukte.

Statt dessen standen neben Nüssen, Obst und viel Gemüse plötzlich auch Dinge auf meiner Einkaufsliste, die ich früher sehr selten oder nie gegessen hatte.

Chiasamen, Quinoa, Amaranth, Erythrit, Kichererbsen, Kokosnussprodukte aller Art… 

Das beste war: alles schmeckte so unglaublich köstlich, dass ich beim besten Willen nicht von Verzicht sprechen konnte! Ich wurde süchtig nach frischen Zutaten. Nach Nahrung, die meinem Körper gut tat und mich heilte.

Wie viel Spaß hatte ich, der ehemalige Küchenmuffel, plötzlich am Zubereiten, Ausprobieren und Kreieren neuer Rezepte!

Zuerst besserte sich der Zustand meiner Haut.

Früher litt ich teilweise wochenlang unter tief sitzenden, schmerzhaften Pickeln und hatte immer das Gefühl, ich müsse jedes Mittelchen nutzen, um meine Akne in den Griff zu bekommen – ohne jemals wirklich damit Erfolg gehabt zu haben. Heute brauche ich weder eine spezielle Gesichtspflege noch Makeup.

Ich habe den Pickeln ihre Nahrung, vor allem sauer verstoffwechselte Produkte wie Zucker und Weizenmehl, entzogen. Zusätzlich wurde dank der Nahrungsumstellung der Testosteronlevel gesenkt. That’s it!

Außerdem wurde mein Zyklus regelmäßiger, mein Gewicht normalisierte sich, meine bis dahin immer wiederkehrenden Entzündungen verschwanden und ich sprühte vor Energie. Jahrelang war ich mittags oft unglaublich müde und antriebslos gewesen.

Und dann…

 

Hoppla, schwanger!

Obwohl ich nicht an der Wirksamkeit meines neuen Lebenskonzeptes gezweifelt hatte, kam die Schwangerschaft dennoch überraschend.

Denn ich hatte weder per Temperaturmessung den Eisprung ermittelt, noch sonstige Anstrengungen unternommen, um eine Schwangerschaft zu forcieren. Es passierte einfach.

Ich bin felsenfest überzeugt, dass es für eine Frau das normalste überhaupt ist, schwanger zu werden. Wenn dies nicht klappt, ist der Körper nicht bereit und gesund genug dazu. Aber meiner war es offensichtlich mittlerweile.

Besonders erstaunlich fand ich die Tatsache, dass ich trotz der ehemals starken Insulinresistenz während der Schwangerschaft optimale Blutzuckerwerte hatte.

Seit 2016 bin ich Mutter einer sehr süßen Tochter und habe endlich, nach all den Jahren der Zerissenheit, das Gefühl, in mir selbst zu ruhen und mein Leben im Griff zu haben.

Ich fühle mich gesund, voller Elan und Tatendrang.

Ja, ich habe immer noch PCOS und werde es noch für den Rest meines Lebens haben. Das ist eine Tatsache, die ich nicht ändern kann und akzeptieren muss.

Doch heute kontrolliert nicht mehr die Krankheit mich und mein Leben, sondern ich kontrolliere sie.

Und ich wünsche mir von Herzen, dass du das gleiche schaffst.

 

Beginne hier und jetzt mit der Veränderung – denn dein Leben ist unendlich wertvoll!