Warum Kalorienzählen bei PCOS sinnvoll sein kann

Apr 18
Kalorienzählen bei PCOS

​Kalorienzählen ist etwas, das ich schon vor längerer Zeit aus meinem Leben verbannt habe.

​Schlanke Menschen zählen in der Regel keine Kalorien. Die meisten haben ein Gespür dafür, was ihrem Körper gut tut und wie viel ​Nahrung er braucht.

Meine Mama, eine gertenschlanke Person, die in ihrem Leben noch nie Probleme mit ihrem Gewicht hatte, käme nicht einmal im Traum darauf, ihre Kalorienzufuhr zu überwachen.

Doch je mehr das eigene Gewicht zum Problem wird, desto mehr meinen wir, uns durch Restriktionen und eine permanente Kalorienkontrolle wieder in Form bringen zu können. 


Genau das funktioniert aber leider fast nie. Doch selbst, wenn wir uns dauerhaft derart kontrollieren könnten.... wäre das wirklich eine schöne Aussicht?
Ich vertrete die Meinung, dass die Fixierung auf Kalorien uns nicht hilft, dauerhaft schlank zu sein. Es ist ein menschliches Grundbedürfnis, sich gegen Druck und Kontrolle aufzulehnen.

Moment mal! Wozu dann diese Überschrift?

Problemfall PCOS

Erschreckendes offenbart eine Studie aus dem Jahr 2009, in deren Rahmen der Grundumsatz von Frauen mit und ohne PCOS ermittelt wurde.

Die gesunden Frauen hatten einen durchschnittlichen Grundumsatz von 1.868 kcal. Bei den Frauen mit PCOS (ohne Insulinresistenz) betrug der Grundumsatz ca. 1.590 kcal.
Bei denjenigen mit PCOS und Insulinresistenz nur 1.116 kcal!

Ein Unterschied von 752 kcal ist ein beträchtlicher Wert.
Falls du also mit einer Insulinresistenz zu kämpfen hast und dich gleichzeitig relativ wenig bewegst, wird es für dich sehr sehr schwer, dein Gewicht zu halten oder gar abzunehmen.

Aus diesem Grund ist es sinnvoll, eine Bestandsaufnahme deiner durchschnittlichen Kalorienzufuhr zu machen.
Ohne Selbstbetrug und Schönreden.

Denn dein Gewicht hat einen zu großen Einfluss auf das PCO-Syndrom und die Symptome!

​Kontrolliere dich - aber nicht auf Dauer

In unserem speziellen Fall kann es also für eine gewisse Phase sinnvoll und notwendig sein, Kalorien zu zählen. 

Nämlich genau so lang, wie du brauchst, um problemlos einschätzen zu können, ob deine Kalorienaufnahme im Rahmen ist, oder weit über deinem Verbrauch liegt.
Denn oft liegt man mit seiner Selbsteinschätzung der verzehrten Kalorien gnadenlos daneben. Falls du eine Essstörung hast, gilt das ganz besonders.

Da hilft nur eines: für zwei bis drei Wochen jeden Bissen abwiegen und notieren.
Oft ist es sehr heilsam, sich den tatsächlichen Kalorienverbrauch vor Augen zu führen.

Wenn du abnehmen möchtest, lies dir meine Tipps zu diesem Thema durch.